Wussten Sie, dass es zahlreiche Wildpflanzen gibt, die nicht von allen Insekten bestäubt werden können? So haben viele Pflanzen tiefe Blütenkelche, bei denen Bienen, Hummeln & Co. keine Chance haben. Hier kommen die langen Rüssel vieler Falter zum Einsatz, die als Bestäuber ganze Arbeit leisten. Tagfalter laben sich daher gerne an Nelken, Ginster, Gewöhnlichem Hornklee oder auch an der Wiesenflockenblume. Nachtfalter bevorzugen Pflanzen wie die Zaunwinde, die Weiße Lichtnelke und die Nachtkerze.
Schmetterlingspopulationen gefährdet
Schon allein diese Tatsache zeigt, wie wichtig es ist, die Artenvielfalt zu erhalten. Leider gehen im Zuge des Insektensterbens auch die Populationen von Schmetterlingen immer weiter zurück. Auf der deutschen Roten Liste stehen aktuell rund 190 Schmetterlingsarten, die gefährdet oder sogar bereits vom Aussterben bedroht sind. Gerade einmal 30 Prozent sind aktuell ungefährdet. Um auf diese Missstände aufmerksam zu machen und die Menschen für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren, wird seit 2003 jährlich der Schmetterling des Jahres gewählt. Initiatoren sind der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und die BUND NRW Naturschutzstiftung.
Schmetterlingssterben – weitreichende Folgen
Das Aussterben von Schmetterlingen hätte weitreichende und tiefgreifende Folgen für das Ökosystem und für uns Menschen.
Bestäubung von Pflanzen: Schmetterlinge sind wichtige Bestäuber. Viele Pflanzenarten sind auf Schmetterlinge angewiesen, um Pollen von einer Blüte zur anderen zu transportieren. Das Aussterben von Schmetterlingen würde die Bestäubung dieser Pflanzen beeinträchtigen. Die Folgen wären eine Reduzierung der Pflanzenvielfalt und der Pflanzenproduktion.
Nahrungskette: Schmetterlinge und ihre Raupen sind wichtige Nahrungsquellen für viele Tiere, wie für Vögel, Fledermäuse und andere Insektenfresser. Ein Rückgang der Schmetterlingspopulation würde zu einem Ungleichgewicht in der Nahrungskette führen.
Ökologische Indikatoren: Schmetterlinge sind Indikatoren für die Gesundheit von Ökosystemen. Ihr Verschwinden würde Verlust von Lebensräumen bedeuten, aber auch auf Klimawandel und Umweltverschmutzung hindeuten. Ohne Schmetterlinge könnte der Zustand von Ökosystemen kaum noch überwacht werden.
Biodiversität: Schmetterlinge tragen zur genetischen Vielfalt von Pflanzen bei, indem sie die Fortpflanzung über weite Entfernungen unterstützen. Diese Vielfalt wäre beim Verlust von Schmetterlingen in Gefahr. Hinzu kommt, dass Pflanzen anfälliger für Krankheiten und Umweltveränderungen wären.
Wirtschaftliche Auswirkungen: Viele Pflanzen, die von Schmetterlingen bestäubt werden, haben wirtschaftlichen Wert, sei es in der Landwirtschaft, Gartenbau oder Medizin. Das Aussterben von Schmetterlingen würde deutliche wirtschaftliche Verluste verursachen.
Die Schmetterlinge des Jahres
Wir möchten Ihnen nun die Preisträger des Titels „Schmetterling des Jahres“ Jahr für Jahr vorstellen. Darunter sind einige bekannte Schmetterlinge und viele, die man in der Natur leider nur noch selten erblickt.
2024: Mosel-Apollofalter
Wissenschaftlicher Name:Parnassius apollo ssp. vinningensis Familie: Ritterfalter Lebenserwartung: 2 bis 3 Wochen Aussehen: weiße Grundierung mit schwarzen Flecken auf den Vorderflügeln und vier markanten roten Flecken auf den Hinterflügeln Flügelspannweite: 65 bis 75 Millimeter Vorkommen: ausschließlich in Deutschland Verbreitung in Deutschland: kommt nur im Moseltal vor Nahrung der Raupen: Weißer Mauerpfeffer (Weiße Fetthenne) Nahrung der Schmetterlinge: Disteln, Flockenblumen, Witwenblumen, Thymian Besonderheiten: Der Mosel-Apollofalter ist aufgrund seiner großen Flügelspannweite einer der größten Tagfalter in Deutschland. Als Unterart der Apollofalter lebt der Mosel-Apollo ausschließlich im Weinbaugebiet an der Untermosel. Er wurde nach dem Weinort Winningen benannt. In seinem Bestand ist er stark gefährdet.
2023: Ampfer-GrünwidderchenWissenschaftlicher
Name:Adscita statices Familie: Widderchen Lebenserwartung: 2 bis 3 Wochen Aussehen: metallisch grün bis blaugrün schimmernde Flügel Flügelspannweite: 25 bis 30 Millimeter Vorkommen: Europa, Zentralasien, Nordafrika Verbreitung in Deutschland: überall in Deutschland, bevorzugt Feuchtwiesen, Heiden, grasbewachsene Hänge, Gebirge bis zu einer Höhe von 1.500 Metern Nahrung der Raupen: Ampfer Nahrung der Schmetterlinge: Disteln, Acker-Witwenblumen, Kuckucks-Lichtnelken, Wiesen-Flockenblumen Besonderheiten: Die schillernde Farbe des Ampfer-Grünwidderchens kommt von mikroskopisch kleinen Strukturen, die das Licht reflektieren. Alternative Namen sind Sauerampfer-Grünwidderchen oder Gemeines Grünwidderchen. Der Schmetterling ist auf der Vorwarnliste verzeichnet.
2022: KaisermantelWissenschaftlicher
Name:Argynnis paphia Familie: Edelfalter Lebenserwartung: 3 bis 7 Wochen Aussehen: leuchtend orange Flügel mit schwarzen Flecken und Streifen, Unterseite grünlich-braun mit silbrig schimmernden Binden Flügelspannweite: 54 bis 79 Millimeter Vorkommen: Europa, Asien, Nordafrika Verbreitung in Deutschland: überall in Deutschland, bevorzugt Wälder, Waldlichtungen, Waldränder Nahrung der Raupen: Veilchen Nahrung der Schmetterlinge: Disteln, Brombeeren, Skabiosen Besonderheiten: Der Kaisermantel ist ein ausgezeichneter und sehr schneller Flieger. Zum Anlocken der Weibchen besitzen Männchen Duftschuppen, sogenannte Androkonien, an den Vorderflügeln. Ein alternativer Name ist Silberstich. Der Schmetterling ist nicht gefährdet.
2021: Brauner Bär
Wissenschaftlicher Name:Arctia caja Familie: Bärenspinner Lebenserwartung: 4 bis 8 Wochen Aussehen: braune Vorderflügel mit weißen Bändern und Flecken, orangefarbene bis rötliche Hinterflügel mit schwarzen Flecken Flügelspannweite: 45 bis 65 Millimeter Vorkommen: Europa, Asien, Nordamerika Verbreitung in Deutschland: überall in Deutschland, bevorzugt Gärten, Wälder, Wiesen und Heiden Nahrung der Raupen: Brennnesseln, Himbeeren, Weidenröschen, Löwenzahn, Gräser Nahrung der Schmetterlinge: Disteln, Schafgarbe, Schmetteringsflieder, Wasserdost, Wilde Möhre Besonderheiten: Die Raupen des Braunen Bärs sind dicht behaart, weswegen diese auch als „Wollbärchen“ bezeichnet werden. Der adulte Schmetterling kann bei Bedrohung ein klickendes Geräusch erzeugen, um Feinde abzuschrecken. Der Braune Bär ist ungefährdet.
2020: Grüner Zipfelfalter
Wissenschaftlicher Name:Callophrys rubi Familie: Bläulinge Lebenserwartung: 2 bis 5 Wochen Aussehen: grüne Flügel mit weißen dünnen Linien, Unterseiten der Flügel sind leuchtender als die Oberseiten Flügelspannweite: 24 bis 30 Millimeter Vorkommen: Europa, Asien, Nordafrika Verbreitung in Deutschland: überall in Deutschland, bevorzugt Heiden, Waldränder, Moorlandschaften, Gärten, Trockenrasen Nahrung der Raupen: Ginster, Heidelbeeren, Himbeeren, Erdbeeren, Waldgeißblatt Nahrung der Schmetterlinge: Hahnenfuß, Glockenblumen, Wiesen-Schaumkraut Besonderheiten: Der Grüne Zipfelfalter kann sich aufgrund seiner Färbung gut tarnen und ist mit zusammengeklappten Flügeln auf Pflanzen kaum wahrnehmbar. Er fliegt meist nur nahe am Boden und ist daher schlecht auszumachen. Ein alternativer Name ist Brombeer-Zipfelfalter. Der Schmetterling befindet sich auf der Vorwarnliste.
2019: Schachbrettfalter
Wissenschaftlicher Name:Melanargia galathea Familie: Edelfalter Lebenserwartung: 2 bis 5 Wochen Aussehen: schwarz-weiße Flügelzeichnung über Vorder- und Hinterflügel Flügelspannweite: 40 bis 50 Millimeter Vorkommen: Europa, Asien Verbreitung in Deutschland: überall in Deutschland, bevorzugt offene, blütenreiche Lebensräume, Wiesen, Lichtungen, Wegränder, grasige Hänge Nahrung der Raupen: Süßgräser Nahrung der Schmetterlinge: Disteln, Skabiosen, Flockenblumen, Witwenblumen Besonderheiten: Fliegt meist in sehr niedriger Höhe über Wiesen und Weiden. Hat eine besondere Vorliebe für blütenreiche Wiesen. Ein alternativer Name ist Damenbrett. Der Schmetterling ist ungefährdet.
2018: Großer Fuchs
Wissenschaftlicher Name:Nymphalis polychloros Familie: Edelfalter Lebenserwartung: 4 bis 12 Wochen Aussehen: orange bis rotbraune Grundfarbe mit schwarzen Flecken und Streifen Flügelspannweite: 50 bis 60 Millimeter Vorkommen: Europa, Zentralasien Verbreitung in Deutschland: überall in Deutschland, bevorzugt Wälder, Parks, Gärten, landwirtschaftlich genutzte Flächen Nahrung der Raupen: Buchen, Erlen, Birken, Weiden, Haselnuss Nahrung der Schmetterlinge: Disteln, Flockenblumen, Brombeeren, Dost Besonderheiten: Der Große Fuchs kann vor allem im Herbst längere Flüge unternehmen. Dann ist er auf der Suche nach einem Winterquartier, denn der Schmetterling kann in Baumstämmen oder Gebäuden überwintern. Der Große Fuchs wurde auf der Vorwarnliste vermerkt.
2017: Goldene Acht
Wissenschaftlicher Name:Colias hyale Familie: Weißlinge Lebenserwartung: 3 bis 8 Wochen Aussehen: leuchtend gelbe Grundfarbe mit schwarzen Rändern an den Flügeln Flügelspannweite: 45 bis 55 Millimeter Vorkommen: Europa, Zentralasien, Sibirien Verbreitung in Deutschland: überall in Deutschland, bevorzugt Wiesen, Weiden, Trockenrasen, Gärten Nahrung der Raupen: Klee Nahrung der Schmetterlinge: Disteln, Labkräuter, Glockenblumen, Wiesen-Schaumkraut Besonderheiten: Die Goldene Acht gehört zu den Wanderfaltern. Sie legt bei saisonalen Wanderungen weite Strecken zurück, um sich auf die Suche nach geeigneten Nahrungsquellen und Lebensräumen zu begeben. Der Schmetterling kann ultraviolettes Licht wahrnehmen. Alternative Namen sind Posthörnchen, Weißklee-Gelbling, Gemeiner Gelbling, Gelber oder Gemeiner Heufalter. In seinem Bestand ist er ungefährdet.
2016: Stachelbeerspanner
Wissenschaftlicher Name:Abraxas grossulariata Familie: Spanner Lebenserwartung: 4 bis 8 Wochen Aussehen: weiße Vorderflügel mit schwarzen Flecken und Streifen, Hinterflügel weiß bis hellgrau, auch eine bräunliche Färbung ist möglich Flügelspannweite: 30 bis 40 Millimeter Vorkommen: Europa, Asien Verbreitung in Deutschland: überall in Deutschland, bevorzugt Gärten, Parks, Wälder, buschige Gebiete Nahrung der Raupen: Johannisbeer- und Stachelbeersträucher Nahrung der Schmetterlinge: Disteln, Klee, Brennnesseln Besonderheiten: Wenn der Stachelbeerspanner ruht, dann faltet er seine Flügel dachförmig über dem Kopf zusammen. Neben der Tagflugaktivität ist der Schmetterling auch in der Dämmerung oft unterwegs. Ein alternativer Name ist Stachelbeer-Harlekin. Auf der Roten Liste ist er als gefährdet eingestuft.
2015: Rotes Ordensband
Wissenschaftlicher Name:Catocala nupta Familie: Spinner Lebenserwartung: 2 bis 4 Wochen Aussehen: grau-braune Vorderflügel mit dunklen, wellenförmigen Linien und Flecken, Hinterflügel abwechselnd rot und schwarz gezeichnet mit einem weißen Abschluss Flügelspannweite: 50 bis 70 Millimeter Vorkommen: Europa, Zentralasien, Sibirien, Nordafrika Verbreitung in Deutschland: überall in Deutschland, bevorzugt Laub- und Mischwälder Nahrung der Raupen: Eichen, Birken, Weiden, Pappeln Nahrung der Schmetterlinge: Disteln, Brennnesseln, Klee Besonderheiten: Tagsüber ruhen die Schmetterlinge auf Bäumen und Sträuchern und werden erst in der Dämmerung und nachts aktiv, weswegen sie zu den Nachtfaltern gehören. Das Rote Ordensband ist ungefährdet.
2014: Wolfsmilchschwärmer
Wissenschaftlicher Name:Hyles euphorbiae Familie: Schwärmer Lebenserwartung: 3 bis 8 Wochen Aussehen: olivgrüne Flügel mit unterschiedlichen Farbabstufungen und Flecken, die mit schwarzen Linien abgegrenzt sind Flügelspannweite: 60 bis 80 Millimeter Vorkommen: Europa, Asien, Nordafrika, Nordamerika Verbreitung in Deutschland: Süddeutschland, Westdeutschland, bevorzugt Trockenrasen, Ruderalflächen, Gärten, Wegränder Nahrung der Raupen: Wolfsmilchgewächse Nahrung der Schmetterlinge: Disteln, Flockenblumen, Dost, Schmetterlingsflieder Besonderheiten: Wolfsmilchschwärmer gehören zu den Nachtfaltern, sie fliegen allerdings nur etwa bis Mitternacht. Tagsüber sitzen sie an Wänden, auf Steinen oder direkt auf dem Boden. Auf der Roten Liste wird er als gefährdet eingestuft.
2013: Braunfleckiger Perlmuttfalter
Wissenschaftlicher Name:Boloria selene Familie: Edelfalter Lebenserwartung: 1 bis 3 Wochen Aussehen: organe-braune Grundfärbung mit schwarzen perlmuttfarbenen Flecken, die Unterseite ist deutlich heller Flügelspannweite: 30 bis 40 Millimeter Vorkommen: Europa, Nordafrika, Asien bis in arktische Regionen Verbreitung in Deutschland: Mitteldeutschland und Norddeutschland, bevorzugt Wiesen, Moore, Heiden, lichte Wälder Nahrung der Raupen: Veilchen Nahrung der Schmetterlinge: Disteln, Flockenblumen, Wiesen-Schaumkraut, Astern Besonderheiten: Bewegt sich meist nur in der Nähe der Wirtspflanzen, fliegt sehr langsam und leicht taumelnd. Ein alternativer Name ist Sumpfwiesen-Perlmuttfalter. Der Schmetterling steht auf der Vorwarnliste.
2012: Kleines Nachtpfauenauge
Wissenschaftlicher Name:Saturnia pavonia Familie: Pfauenspinner Lebenserwartung: 2 bis 3 Wochen Aussehen: Flügel in verschiedenen Grundtönen, von Weiß über Gelb bis Rötlich-Braun, markant sind die Augenflecken, die auf den Vorder- und Hinterflügeln zu sehen sind Flügelspannweite: 40 bis 70 Vorkommen: Europa, Asien, Nordafrika Verbreitung in Deutschland: Süd- und Westdeutschland, bevorzugt lichte Wälder, Waldränder, Parks Nahrung der Raupen: Rosen, Schlehe, Brombeeren, Besenheide Nahrung der Schmetterlinge: Disteln, Brennnesseln, Klee Besonderheiten: Obwohl er Nachtpfauenauge heißt, fliegt der Schmetterling auch tagsüber. Die Augenflecken auf den Flügeln dienen Feinden zur Abschreckung bzw. Verwirrung. Das Kleine Nachtpflauenauge ist nicht gefährdet.
2011: Großer Schillerfalter
Wissenschaftlicher Name:Apatura iris Familie: Edelfalter Lebenserwartung: 2 bis 4 Wochen Aussehen: dunkle Flügelgrundfarbe mit weißen Flecken und Bändern, markant sind die bläuliche Färbung und die zwei auf den Hinterflügeln befindlichen kleinen Augenflecken mit orangefarbener Umrandung Flügelspannweite: 55 bis 65 Millimeter Vorkommen: Europa, Asien Verbreitung in Deutschland: überall in Deutschland, bevorzugt Feuchtgebiete, Auen, Wälder Nahrung der Raupen: Weiden Nahrung der Schmetterlinge: Disteln, Doste, Schmetterlingsflieder, Sumpf- und Wiesensalbei Besonderheiten: Die Männchen verteidigen sehr aggressiv ihr Revier gegenüber anderen Männchen. Der Schmetterling fliegt meist hoch über dem Boden und kommt nur zur Nahrungsaufnahme nach unten. Der Große Schillerfalter steht auf der Vorwarnliste.
2010: Schönbär
Wissenschaftlicher Name:Callimorpha dominula Familie: Bärenspinner Lebenserwartung: 2 bis 3 Wochen Aussehen: schwarze Grundfärbung mit markanten weißen und gelben Flecken auf den Vorderflügeln, die Hinterflügel sind überwiegend rot und haben ein schwarzes Band Flügelspannweite: 40 bis 50 Millimeter Vorkommen: Europa, Asien, Nordafrika Verbreitung in Deutschland: überall in Deutschland, bevorzugt Wälder, Waldränder, Gärten, Parks Nahrung der Raupen: Himbeersträucher, Klee, Brennnesseln Nahrung der Schmetterlinge: Disteln, Flockenblumen, Wiesen- und Ackerkräuter, Wiesen-Salbei Besonderheiten: Der Schönbär ist sowohl tag-, als auch nachtaktiv. Der Schmetterling ist auf der Vorwarnliste verzeichnet.
2009: Tagpfauenauge
Wissenschaftlicher Name:Aglais io Familie: Edelfalter Lebenserwartung: 6 bis 12 Monate Aussehen: orange-braune Grundfärbung mit einzelnen blauen und schwarzen Flecken, markant sind die Augenflecken, die in verschiedenen Farben, von Blau über Gelb bis Schwarz und Rot, erscheinen Flügelspannweite: 50 bis 55 Millimeter Vorkommen: Europa, Asien, Nordafrika Verbreitung in Deutschland: überall in Deutschland, bevorzugt, Wälder, buschige Gebiete, Parks, Gärten Nahrung der Raupen: Brennnesseln Nahrung der Schmetterlinge: Disteln, Astern, Klee, Flockenblumen Besonderheiten: Mit den Augenflecken werden Feinde gewarnt, sie dienen als Abschreckung und Verwirrung. Das Tagpfauenauge ist ungefährdet.
2008: Argusbläuling
Wissenschaftlicher Name:Plebeius argus Familie: Bläulinge Lebenserwartung: 2 bis 3 Wochen Aussehen: blaue Flügel mit schwarzen Rändern und weißen Flecken, Unterseite graubraun mit orangefarbenen Flecken Flügelspannweite: 25 bis 35 Millimeter Vorkommen: Europa, Asien, Nordafrika Verbreitung in Deutschland: überall in Deutschland, bevorzugt Magerrasen, Trockenrasen, Heiden, Lichtungen Nahrung der Raupen: Wicken, Hornklee, Schneckenklee Nahrung der Schmetterlinge: Thymian, Wiesen-Salbei, Disteln, Flockenblumen Besonderheiten: Männchen verteidigen aggressiv ihr Verhalten und fliegen meist in einem zickzackartigen Muster. Ein alternativer Name ist Geißklee-Bläuling. Der Argusbläuling ist ungefährdet.
2007: Landkärtchen
Wissenschaftlicher Name:Araschnia levana Familie: Edelfalter Lebenserwartung: 4 bis 8 Wochen Aussehen: schwarz-rot-orangfarbene Musterung der Flügel mit vereinzelten weißen Flecken Flügelspannweite: 40 bis 50 Millimeter Vorkommen: Europa, Asien Verbreitung in Deutschland: überall in Deutschland, bevorzugt Wälder, Parks, buschige Gebiete, Gärten Nahrung der Raupen: Brennnesseln Nahrung der Schmetterlinge: Disteln, Flockenblumen, Wiesen-Salbei, Astern Besonderheiten: Das Landkärtchen hat zwei Generationen pro Jahr, die unterschiedlich aussehen. Während die Frühjahrsgeneration eine dunkle, kontrastreiche Färbung aufweist, ist die Sommergeneration heller gezeichnet. So passen sie sich an unterschiedliche Umweltbedingungen an. Alternative Namen sind Netzfalter, Gitterfalter und Landkärtchenfalter. Der Bestand des Landkärtchens ist ungefährdet.
2006: Schwalbenschwanz
Wissenschaftlicher Name:Papilio machaon Familie: Ritterfalter Lebenserwartung: 3 bis 4 Wochen Aussehen: weiße Grundfarbe mit schwarzen Flecken und Randzeichnungen, auf den Hinterflügeln auch blaue Flecken mit markanten blau-roten Augenflecken Flügelspannweite: 50 bis 80 Millimeter Vorkommen: Europa, Asien, Nordafrika Verbreitung in Deutschland: überall in Deutschland, bevorzugt, Felder, Wiesen, buschige Gebiete, Parks, Gärten Nahrung der Raupen: Möhren, Fenchel, Dill, Pastinaken Nahrung der Schmetterlinge: Disteln, Klee, Schmetterlingsflieder, Astern Besonderheiten: Der Schwalbenschwanz gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Schmetterlingen in Deutschland. Bei Gefahr kann er Antennen am Kopf ausfahren, die eine übelriechende Substanz absondern, um Fressfeinde abzuschrecken. Auf der Roten Liste wird er als ungefährdet eingestuft.
2005: Ockerbindiger Samtfalter
Wissenschaftlicher Name:Hipparchia semele Familie: Edelfalter Lebenserwartung: 2 bis 4 Wochen Aussehen: gelblich-braune Flügel mit dunklen Bändern und gelblich-orangem Fleckenmuster Flügelspannweite: 45 bis 55 Millimeter Vorkommen: Europa Verbreitung in Deutschland: überall in Deutschland, bevorzugt Laubwälder, Waldränder, lichte Wälder Nahrung der Raupen: Wolliges Honiggras, Rotes Straußgras Nahrung der Schmetterlinge: Disteln, Flockenblumen, Astern, Wiesen-Salbei Besonderheiten: Der Ockerbindige Samtfalter kann sich gut an seine Umgebung anpassen. Er vollzieht besonders schnelle Flugmanöver. Ein alternativer Name ist Rostbinde. Der Schmetterling ist als gefährdet eingestuft.
2004: Aurorafalter
Wissenschaftlicher Name:Anthocharis cardamines Familie: Weißlinge Lebenserwartung: 1 bis 3 Wochen Aussehen: weiße Grundfarbe mit großen orangefarbenen Flecken auf den Vorderflügeln, schwarze Punkte und ein schwarz-weißer Rand komplettieren die Musterung Flügelspannweite: 40 bis 50 Millimeter Vorkommen: Europa, Asien, Nordafrika Verbreitung in Deutschland: überall in Deutschland, bevorzugt Wiesen, Waldränder, Lichtungen, feuchte Gebiete Nahrung der Raupen: Wiesenschaumkraut, Knoblauchrauke Nahrung der Schmetterlinge: Disteln, Astern, Wiesen-Salbei, Flockenblumen Besonderheiten: Männchen und Weibchen können recht unterschiedliche Zeichnungen haben, die Weibchen sind daher mit anderen Faltern wie dem Resedafalter oder dem Westlichen Resedaweißling zu verwechseln. Aurorafalter sind in ihrem Bestand ungefährdet.
2003: Graubindiger Mohrenfalter
Wissenschaftlicher Name:Erebia aethiops Familie: Edelfalter Lebenserwartung: 2 bis 4 Wochen Aussehen: schwarz-braune Grundfarbe mit orangefarbigen Flecken, die in der Mitte schwarz-weiße Punkte zeigen, die ähnlich Augenflecken aussehen, die Flügelränder der Hinterflügel sind mit einem weißen Rand versehen Flügelspannweite: 30 bis 40 Millimeter Vorkommen: Europa Verbreitung in Deutschland: Alpen, Mittelgebirge, besonders im Harz, im Schwarzwald und im Bayerischen Wald Nahrung der Raupen: Gräser und Seggen Nahrung der Schmetterlinge: Edelweiß, Alpenaster, Alpen-Steinquendel, Alpen-Milchlattich Besonderheiten: Die Schmetterlinge sind vor allem in alpinen und subalpinen Regionen anzutreffen. Alternative Namen sind Waldteufel und Trockenrasenwald-Mohr. Der Graubindige Mohrenfalter ist gefährdet.
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